Mittwoch, 20. November 2019

OB Findeiß erhält Preis für "Kampf gegen Rechts"

Die allgegenwärtige Orwellsche Verdrehung gehört bekanntlich zum unverzichtbaren Grundrüstzeug der Propaganda der Bunten Republik. So gilt es im Freiluftirrenhaus Buntland zum Beispiel als völlig normal, wenn man demonstrativen Konformismus, stromlienienförmige ideologische Angepasstheit, die aggressive Unterdrückung mißliebiger Meinungsäußerungen und das ständige Wiederkauen immergleicher dümmlicher Propagandaphrasen gewohnheitsmäßig und unhinterfragt als "Mut" und "Zivilcourage" darstellt. Diese groteske Verzerrung gilt mittlerweile sogar als so "normal", dass sich unsereiner fatalerweise bereits fast an derlei alltägliche Absurditäten gewöhnt hat. Aber eben nur fast.
Mitunter gelingt es besonders eifrigen Protagonisten der Bunten Republik dann allerdings tatsächlich, ihr eigenes unterirdisches Niveau noch einmal um Längen zu unterbieten, auch wenn man das kaum für möglich gehalten hätte.
 Ein solches Beispiel an dreister Unverfrorenheit stellte gestern Zwickaus Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) zur Schau. Eingeladen worden war sie dafür von dem 1947 (sic!) geborenen "Schriftsteller" Christoph Heubner, welcher sich trotz der ihm zuteil gewordenen Gnade der späten Geburt als Sachwalter der Interessen ehemaliger KZ-Insassen darstellt. Bezeichnenderweise findet man auch nach intensiver Suche nirgendwo auch nur eine einzige nennenswerte Rezension eines der Machwerke dieses "Schriftstellers", was die naheliegende Vermutung aufkommen lässt, dass er für sein Metier ebenso wenig Talent besitzen dürfte, wie es die von ihm für ihren "Kampf gegen Rechts" ausgezeichnete Oberbürgermeisterin Findeiß für Kommunalpolitik mitbringt.
Allerdings spielen solche Defizite hierzulande bekanntlich keinerlei Rolle, so lange man nur lautstark genug die ideologischen Parolen des herrschenden Systems in die Welt hinausposaunt; dann klappt es auch für gänzlich talentbefreite Menschen mit der materiellen Rundumversorgung, dubiose Preisverleihungen natürlich inbegriffen.
 Derartigen Gratismut zwischen Lachshäppchen und Sektempfang allerdings allen Ernstes in eine Traditionslinie mit dem Schicksal von KZ-Häftlingen (!) zu stellen, ist jedoch selbst für Oberbürgermeisterin Findeiß ein selten starkes Stück an frecher Unverschämtheit. Kein Wunder also, dass diese neue Dimension der politischen Selbstinszenierung sogar einigen der üblichen Claqueure zu weit ging, weshalb man gestern den Saal im Robert-Schumann-Haus auch mit eigens dafür angekarrten VW-Lehrlingen aufzufüllen gezwungen war, um so etwas wie eine interessierte Öffentlickeit zu simulieren.
Je offenkundiger das Totalversagen der hiesigen politischen Akteure in nahezu allen Bereichen wird, desto abstrusere und abstoßendere Formen scheinen ihre seltsamen Ritualhandlungen anzunehmen. Nach der fast wahnhaften Errichtung des neuen Gedenkbäumchenparks am Schwanenteich und dieser widerlich-anmaßenden Vorstellung im Robert-Schumann-Haus möchte man sich gar nicht vorstellen, mit welchen abwegigen Ideen man uns als nächstes zu überraschen gedenkt.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen