Freitag, 18. Oktober 2019

Mißbrauch des Amtsblattes "Pulsschlag" für ideologische Propaganda

Ein Amtsblatt dient in normalen Zeiten der Verbreitung gesetzlich vorgeschriebener Bekanntmachungen. Der "Pulsschlag" als Amtsblatt der Stadt Zwickau, für dessen Inhalt laut Impressum die Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß (SPD) und ihr Rathaussprecher Mathias Merz verantwortlich sind, wird seit geraumer Zeit jedoch offenkundig immer mehr zum ideologischen Sprachrohr umfunktioniert, mit dem die hiesige Stadtspitze versucht, die Einwohner unserer Stadt von der Richtigkeit der verordneten politischen Weltsicht zu überzeugen.
Ein besonders anschauliches Beispiel für diese völlig deplatzierte Vermischung von amtlichen Bekanntmachungen und ideologischem Mantra bietet die aktuelle Ausgabe des Zwickauer "Pulsschlages". Vorangestellt ist der Ausgabe wie üblich ein Grußwort der Oberbürgermeisterin Dr.Pia Findeiß, welches anscheinend so etwas wie ein Editorial darstellen soll. In diesem verkündet die Oberbürgermeisterin nun ihr "Entsetzen" über die Entfernung eines von ihr gepflanzten Gedenkbäumchens in der Nähe des Schwanenteiches und die anschließende Beschädigung einer mit Parolen beschrifteten, provokativ aufgestellten und als "Kunstwerk" deklarierten bunten Baumarkt-Bank. Die Deutsche Eiche, um die es sich bei der jungen Pflanze in dem Fall handelte, wird im Betroffenheitsartikel der Oberbürgermeisterin aus unerfindlichen Gründen in Anführungszeichen gesetzt, was für sich genommen bereits sehr tief blicken lässt, in welchem Maße man den staatlich verordneten Nationalmasochismus bereits verinnerlicht haben muss, dass er sogar schon Eingang in die spezielle Rechtschreibung unserer Stadtspitze gefunden hat.
Weiterhin lässt es sich Findeiß, so wie in den ihr ideologisch nahestehenden Kreisen üblich, nicht nehmen, die Bluttat von Halle für ihre politischen Zwecke in dreister Weise zu instrumentalisieren. Dies hinterlässt vor allem deswegen einen sehr negativen Eindruck, da Findeiß zwar die vermeintlich "rechtsextreme" Tat energisch anprangert, für die beiden Todesopfer jedoch kein einziges Wort des Bedauerns findet, um dann im Anschluss über die "Verletzlichkeit unserer Demokratie" zu klagen und ihre Ansprache schließlich im üblichen, nicht näher definierten Geschwurbel von der künftigen "Gesellschaft für alle Menschen" enden zu lassen.
Hierbei bringt Findeiß auch noch ihre Betroffenheit über die "Ereignisse" in Kassel mit ins Spiel, womit offenbar der Mord an ihrem Kollegen Walter Lübcke (CDU) gemeint ist, der den Einwohnern seiner Region im Jahre 2015 empfahl, sie hätten jederzeit die Möglichkeit Deutschland zu verlassen, wenn sie mit der unbegrenzten Ansiedelung von Illegalen in ihrer Nachbarschaft unzufrieden wären. Dass Findeiß ausgerechnet das Schicksal ihres Kasseler Kollegen als Beispiel für die "Verletzlichkeit unserer Demokratie" hervorholt, während sie in den vergangenen Jahren die zahllosen einheimischen Gewaltopfer, die die Siedlungspolitik der Bundesregierung bis dato kostete, mit keiner einzigen Silbe erwähnte, zeigt sehr deutlich, wem ihre zur Schau gestellt Besorgnis tatsächlich gilt.
Überhaupt muss man sich die Frage stellen, ob jemand, der allen Ernstes die Entfernung eines Gedenkbäumchens auf eine Stufe mit drei Tötungsdelikten stellt (!), noch über jenes Maß an Klarheit verfügt, welches Voraussetzung für die verantwortungsvolle Funktion eines Oberbürgermeisters ist.
In einem Punkt hat Oberbürgermeisterin Pia Findeiß jedoch recht (wenn auch möglicherweise unfreiwillig), nämlich bei ihrer Forderung, sich "für eine Gesellschaft einzusetzen, in der alle Menschen gut und ohne Angst leben können". Dies sollte allerdings nicht nur ein vorgetragener frommer Wunsch bleiben, sondern ihm sollten auch alsbald Taten folgen, zum Beispiel wenn es darum geht, dass Frauen wieder ohne Angst vor Überfall-Vergewaltigungen die Rosenwiese oder andere Parkanlagen unserer einst sicheren Stadt frequentieren können. Auch das abendliche Stadtbild oder die Zustände in öffentlichen Verkehrsmitteln haben sich in den letzten Jahren bekanntlich stark zum Negativen hin verändert. Woran das liegt, weiß natürlich jeder, nur kann es eben nicht jeder offen aussprechen, da es gegen die in diesem Land (noch) vorherrschenden ideologischen Glaubenssätze verstößt; Glaubenssätze, denen mit Ritualen wie denen am Schwanenteich gehuldigt wird.
Dabei müsste man gerade im Zwickauer Rathaus doch am besten informiert sein über die unbequemen Nebenwirkungen der nach wie vor zelebrierten "Willkommenskultur", denn spätestens nach der Bluttat von Wittenburg, bei der der greise Vater einer Zwickauer "Sprachmittlerin" in seinem eigenen Schlafzimmer zu Tode gefoltert wurde, müsste sich eigentlich auch bis zum engagiertesten Gutmenschen herumgesprochen haben, dass die so gern und oft zitierte "kulturelle Bereicherung" doch ein eher zweischneidiges Messer ist. Bezeichnenderweise folgten diesem Fall jedoch keine medial aufgebauschten Betroffenheitszeremonien, stattdessen könnte man den Eindruck gewinnen, dass man solche Ereignisse am liebsten als eine Art von "Staatsgeheimnis" behandelt wissen möchte. Das Maß an ideologischer Borniertheit, welches Vorausetzung für ein solches Verhalten ist, lässt leider vermuten, dass diese mit Dialog und Argumentation allein nicht wird beseitigt werden können und anhalten wird, so lange derartige Ideologen noch an politischen und gesellschaftlichen Schaltstellen zu wirken in der Lage sind.
Derweil kam in den letzten Tagen mehrfach eine hochinteressante und überaus berechtigte Frage auf, die auch an uns herangetragen wurde; nämlich warum die Zwickauer Stadtspitze nicht demnächst Gedenkbäume für alle Opfer der Siedlungspolitik der Bundesregierung pflanzt bzw. pflanzen lässt. Dies würde unsere Stadt nicht nur optisch und biologisch enorm aufwerten, auch die freitäglichen Schulschwänzer und ihre Anstifter könnten bei der anstehenden Aufforstung endlich einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen, bei der sie (ihrer eigenen Logik zufolge) zur Rettung unseres akut bedrohten Planeten beitragen könnten. Die hiesige Stadtspitze, die bekanntlich stets bemüht ist, Zwickau als besonders "klimafreundliche Stadt" zu etablieren, sollte diesen Vorschlag durchaus in Erwägung ziehen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen