Freitag, 2. August 2019

Eine bunte Woche in Zwickau

Auch in dieser Woche hatte die viel gepriesene "Bunte Gesellschaft" wieder allerlei "Herausforderungen" zu meistern. Die grausamen Geschehnisse in Frankfurt müssen an dieser Stelle wohl nicht mehr näher dargestellt werden, viel bemerkenswerter ist stattdessen das Verhalten der hiesigen "Freien Presse", die nach der kurzen Erwähnung der Frankfurter Bluttat ihren Lesern einen halbseitigen Artikel auf Seite 4 über das "Problem" sogenannter "Hasskommentare" zumutet. Abgerundet wird diese erstaunliche Schwerpunktsetzung dann noch durch die ebenfalls recht umfangreiche Argumentation eines Kriminologen auf Seite 9, der uns versichert, dass das neuerdings geballte Auftreten solcher "seltenen Verbrechen" (gemeint ist das Schubsen von Menschen vor fahrende Züge) lediglich das Resultat eines "Zufalls" sei.
Nun, wer derartig konsequent an den Erwartungen seiner Leserschaft vorbeischreibt, der muss sich nicht über eine sinkende Leser- und Abonnentenschaft wundern. Und auch nicht darüber, dass mittlerweile Schweizer Zeitungen den verbleibenden deutschen Markt erschließen. Der ideologische Kampfauftrag, den die "Freie Presse" schon zu DDR-Zeiten so glänzend übererfüllte, scheint auch in den Zeiten täglicher kultureller Bereicherung wichtiger zu sein als naheliegende marktstrategische Überlegungen.
Die Partnerstadt Dortmund hatte diese Woche diesbezüglich auch so einiges zu bieten, nämlich gleich einen ganzen Koffer voller weiblicher Überreste, dessen Spur schließlich in die Muldestadt führte. Nach der Schächtung des greisen Vaters einer weltoffenen Zwickauer Sprachmittlerin vor ein paar Monaten in Wittenburg, dürfte dies nun das (bis dato) blutigste Ereignis sein, welches die viel gepriesene Willkommenskultur als unschöne Nebenwirkung mit sich brachte.
Ob daraus in den entsprechenden Kreisen Lehren gezogen werden?
Aber nicht doch! In Zwickau beschätigen sich Lokalpresse, Rathaus, IHK und DGB stattdessen lieber intensiv mit einem Pölbitzer Dartclub, dessen verdächtiger Hausnummer und dem damit verbundenen angeblichen "Imageschaden" für die Stadt. Und natürlich mit dem "Kampf gegen Rechts". Wer einen ideologischen Kampfauftrag hat, der muss eben Prioritäten setzen.

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